Kork wird aus der Rinde der Korkeichen gewonnen. Dabei wird die Rinde vom Baum abgeschält. Dieser Prozess wird wie schon vor Jahrhunderten manuell vorgenommen.
Die Korkeichen wachsen vorwiegend in südlichen Mittelmeerländern, wie Portugal, Spanien oder Italien. Portugal ist der größte Produzent von Kork mit ca. 190.000 Tonnen pro Jahr.
Die Korkeichen wachsen in großen Wäldern, ganz natürlich ohne Dünger oder Pestizide, hauptsächlich im Südosten von Portugal.
Korkeichen sind die einzigen Bäume, die geschält werden können, ohne dass der Baum abstirbt. Im Gegenteil verjüngen sich die Bäume durch das Schälen und können bis zu 250 Jahre alt werden.
Die Rinde braucht ca. 9 Jahre, bis sie sich wieder erneuert hat. Die Bauern in der Korkindustrie werden sehr gut bezahlt, weil man viel Erfahrung und Expertise benötigt für die Ernte.
Nach der Ernte lagert man die Rinde für ein halbes Jahr lang zum Trocknen ab. So gewinnt sie an Stabilität. Vor der Fertigung zum Flaschenkorken wird die Rinde in Wasser gekocht. Insekten und deren Larven tötet man so ab. Das macht sie weich und elastisch. Wie ein Flaschenkorken sein soll. Er reift dann noch etwa zwei Monate in Dunkelheit und bei konstanter Luftfeuchtigkeit. Aus großen Platten werden einzelne Flaschenkorken ausgestanzt. Alle übrig bleibenden Reste bilden das Grundmaterial für gepresstes Dämmmaterial, für Sohlen, Tapeten und Bodenbeläge.
Kork ist also ein sehr natürliches Material, was ganz ohne Chemie oder künstliche Zusatzstoffe auskommt und noch sehr traditionell gewonnen wird.